Stylish und bayrisch
Zwei junge Gründer schaffen ein einheimisches Mode-Label
Zwei junge Bayern: Sie wollen Kleidung, die unter ökonomisch und ökologisch fairen Bedingungen hergestellt wird. Nach all den Meldungen von Dumpinglöhnen, schlechten Arbeitsbedingungen und Ausbeutung von Arbeitern und Näherinnen in der Textilindustrie in Asien drängt sich ihnen die Idee auf: Warum stellen wir nicht trendige Mode in Deutschland her? Sie fragen Branchenkenner. Die winken sofort ab, sagen, das sei hier unmöglich, die Löhne seien zu hoch. Die beiden Männer kündigen trotzdem ihre Jobs und werden Jungunternehmer.
Die Ziele ihres Unternehmens lesen sich wie aus einem Gewerkschaftsbuch: Herstellung von moderner, stylisher Kleidung ausschließlich in Deutschland, von Menschen hergestellt, die für ihre gute Arbeit angemessene Bezahlung erhalten und dabei unter guten Arbeitsbedingungen tätig sein können; die Stoffe werden nur in Industrieländern gekauft, um auch hier in der Herstellung angemessene Arbeitsbedingungen sicherzustellen; die Verarbeitung erfolgt in alteingesessenen deutschen Manufakturen, lange Transportwege werden vermieden und so die Umwelt entlastet.
Doch welche Kunden bezahlen diesen Idealismus? Ist bezahlbare, faire Kleidung “Made in Germany” möglich, und können Unternehmer auch davon leben? Hendrik Loven hat die beiden idealistischen bayerischen Unternehmer fürs Notizbuch über mehrere Monate hinweg begleitet.
Laden Sie hier den Podcast direkt herunter (MP3 mit ca. 19 MB; Urheberrecht beim Bayerischen Rundfunk).
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